Rhein-Kreis Neuss: Einzug in Neubau rückt näher
Das Gebäude für die Internationale Schule am Adenauer-Ring ist bald fertig gestellt. Ab September werden dort 400 Kinder unterrichtet.
Rhein-Kreis Neuss. Von 2500 Quadratmetern auf rund 14 000 Quadratmeter Fläche - der Umzug der Internationalen Schule am Rhein (ISR) ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft der elitären Bildungseinrichtung. Bisher waren die Schule und ihr Kindergarten im zweiten und dritten Stock des Berufsbildungszentrums (BBZ) am Hammfelddamm untergebracht. Das neue Schuljahr startet mit 19 Klassen inklusive zweier Kindergartengruppen am 5. September im Neubau am Konrad-Adenauer-Ring 2.
1000 Kisten mit Akten, Büchern und Kleinkram, Stühle, Tische, Schränke und etliches mehr sind bereits Anfang August von Umzugsunternehmen ins neue Domizil gebracht worden, konnten zunächst jedoch nur eingelagert werden. "Wir mussten wegen des regulären Schuljahresbeginns unsere Räume im BBZ leer räumen, da sie gebraucht werden", erklärt Thomas Uhling, Geschäftsführer der ISR, "aber da unser Schuljahr erst am 5. September beginnt, haben wir noch genügend Zeit, die Möbel an Ort und Stelle zu bringen."
Zwei bis drei Wochen sei man dem Zeitplan voraus. Lediglich die Außenanlagen und die zu begrünenden Dächer mussten wegen des schlechten Wetters vernachlässigt werden. 250 Bäume sollen das Gelände bis zur nahen Bahnlinie beschatten. Zu den fertigen Räumen zählt beispielsweise ein Examensraum, der 190 Schülern die Möglichkeit bietet, am Computer Klausuren zu schreiben. Und das sind für die Schüler der ISR nicht wenige: Ab der fünften Klasse stehen vier Prüfungen pro Woche an.
150 Arbeiter sind derzeit im Neubau dabei, die restlichen Deckenplatten zu montieren, Lampen zu installieren, überall Fliesen und Teppichboden zu verlegen, Kabel und technische Geräte zu verbinden. Von oben nach unten arbeiten sie sich vor, so dass einige der Klassenräume im zweiten Stock schon bereit sind für die Möblierung.
Der 150 Meter breite und 100 Meter lange Schulbau wird von zwei Flurachsen durchkreuzt. "Das macht den großen Bau übersichtlicher und lässt uns die Möglichkeit, ihn in Zukunft noch zu erweitern", erklärt Uhling. Doch zunächst ist eine Erweiterung noch weit weg, denn die Räume bieten mehr als genug Platz für die Schule, die jedes Jahr um ein Schuljahr erweitert wird. Im kommenden Schuljahr werden es zehn Jahrgänge sein, die nach dem "SABIS Educational System" unterrichtet werden.
Etwa 400 Schüler werden sich ab September in dem Neubau tummeln, der zurzeit noch größtenteils von nacktem Beton und herabhängenden Kabeln beherrscht wird. Bis zu 800 Schüler könnten in dem neuen Gebäude Platz finden, doch vorerst wird ein kompletter Flügel im zweiten Stock mit einer dünnen Mauer abgetrennt, weil er noch nicht benötigt wird. Weil einige der Schüler Kinder reicher und einflussreicher Familien aus Wirtschaft und Politik sind, gehören die Sicherheitsvorrichtungen zu den wichtigsten Verbesserungen. Auch im Altbau gab es einen Sicherheitsdienst. Im Neubau kommt kein Besucher oder Fahrzeug ungesehen am Pförtner und der Security vorbei, zudem sind Kameras auf den Schulhof gerichtet.
Die große Dreifachsporthalle dagegen kann auch von Vereinen genutzt werden. Besonders stolz ist Uhling auf den großen Lichthof der Eingangshalle. "64 internationale Flaggen sollen bald die weißen Flächen zwischen Glasfenstern und den einzelnen Stockwerken schmücken", freut sich Uhling. Rund 40 Eltern hatten sich bereits Anfang August zu einer Führung angemeldet, um sich die neue ISR vor Ort anzusehen.