Weltwassertag im Kreis: „Wasser ist ein ererbtes Gut“
Zum Weltwassertag haben sich der Erftverband und die Kreiswerke Entscheidern aus dem Kreis präsentiert. Einer Liberalisierung der Wasserwirtschaft wurde eine klare Absage erteilt.
<strong>Rhein-Kreis Neuss. In Deutschland ist es selbstverständlich: den Hahn aufdrehen und schon sprudelt sauberes und trinkbares Wasser daraus. "In der Region haben wir in Driesch eines der modernsten Wasserwerke", sagt Ingolf Graul, Geschäftsführer der Kreiswerke Grevenbroich. Und nur wenige Kilometer entfernt steht - ebenfalls in Kaarst - das weltweit größte kommunale Klärwerk mit Membrantechnik. "Die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung, aber auch der Hochwasserschutz - alles hängt miteinander zusammen", sagt Wulf Lindner, Vorstand des Erftverbandes. So kann ein Hochwasser, wie 2002 in Sachsen, dafür sorgen, dass eine Kläranlage ausfallen kann. Um die Zusammenhänge in der Wasserwirtschaft darzustellen, haben sich beide Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Kreis am Sonntag, anlässlich des Weltwassertages, Entscheidern aus dem Kreis präsentiert. Der Forderung, die Wasserwirtschaft wie beim Gasmarkt zu liberalisieren, erteilt Klaus Steiner, eine Absage: "Wasser ist keine Handelsware. Es ist ein ererbtes Gut. Die Wasserwirtschaft ist und bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe", sagt der Geschäftsführer der Kreiswerke Grevenbroich.
TAG des WASSERS
Der Weltwassertag findet auf Initiative der Vereinten Nationen jährlich am 22. März statt. Alle Staaten sind aufgefordert, die Öffentlichkeit auf den Wert des Zugangs zu sauberem Wasser aufmerksam zu machen. In diesem Jahr stand der Tag unter dem Thema "Zeit zum Handeln - Wasserknappheit und Dürre.
Die Kreiswerke Grevenbroich versorgen 210 000 Haushalte im Rhein-Kreis Neuss und in Teilen von Mönchengladbach mit sauberem Trinkwasser. Sie decken damit eine Fläche von 350 Quadratkilometern ab. Das Wasser fließt durch ein Rohrleitungsnetz von rund 1000 Kilometern.