(msc) Dafür, dass die Gemeinschaftsgrundschulen Hülser Straße und Vorst jeweils eine Mensa bekommen, ist der nächste Schritt getan: Die Politiker im Ausschuss für Bildung und Schule beschlossen in ihrer Sitzung am Dienstagabend die beiden Raumkonzepte. Nun soll der ebenfalls zuständige Ausschuss für Bauen, Gebäude und Liegenschaften (BaGeLi) noch vor den Sommerferien die für den Bau notwendigen Maßnahmen beschließen. Im Gespräch sind die beiden Mensen schon länger, und die Zeit drängt vor dem Hintergrund, dass Eltern ab dem Schuljahr 2026 einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung ihrer Kinder haben.
In der vorausgegangenen Sitzung des BaGeLi war noch darüber diskutiert worden, ob es mit dem Bau jeweils einer Mensa getan sei und ob nicht weitere Räume geschaffen werden müssten, um den Rechtsanspruch erfüllen zu können. Doch die Stadtverwaltung zeigte sich nach Gesprächen mit den Schulleitungen überzeugt, dass die Schaffung zusätzlicher Raumkapazitäten nicht erforderlich ist – was auch dadurch erreicht werden soll, dass einige Klassenräume multifunktional zu nutzen sein können. Vormittags kann in ihnen also Unterricht abgehalten werden, danach können sie durch Verschieben der Möbel so gestaltet werden, dass die Kinder nicht den ganzen Tag den Eindruck haben, in einem Klassenzimmer zu sitzen, erläuterte der zuständige Fachbereichsleiter Michael Feiter.
Eine kurze, von der CDU angestoßene Diskussion gab es darüber, ob an der GGS Vorst nicht zusätzliche Waschmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe der neuen Mensa eingerichtet werden müssten. Michael Feiter erläuterte, dass die bestehenden Toiletten nur rund 15 Meter entfernt seien, was auch Hans Joachim Kremser (SPD) als zumutbar empfand. Auch der Wunsch der CDU nach einer Aula sei zwar wünschenswert, aber angesichts der angespannten Haushaltslage nicht realisierbar. Der technische Fachbereichsleiter Jörg Friedenberg sagte, die beiden Projekte würden zusammen etwa 3,5 Millionen Euro kosten, vom Land gebe es einen gedeckelten Zuschuss von einer Million Euro. Jeder zusätzliche Euro müsse also aus dem städtischen Haushalt bestritten werden.