Stromausfall in Osterath: Um kurz vor 6 Uhr war der Ofen aus
Ein Kurzschluss hat gestern um 5.26 Uhr halb Osterath lahmgelegt.
<strong>Osterath. Den Start in den Tag hatte sich Johann Lenkait fein ausgemalt: heißer Kaffee, warmes Brot frisch aus dem Ofen und dazu ein Ei aus der Pfanne. Der Ofen läuft, das Wasser kocht - da erlischt das Licht im Badezimmer. Auch die Flurlampe will nicht leuchten. Die Backröhre ist zwar heiß ("heiß genug fürs Brot"), aber dunkel, das Kaffeewasser kocht, aber der Kühlschrank gibt kein Lebenszeichen von sich. Alles wie angehalten, nur die Uhr läuft weiter, "batteriebetrieben", sagt Lenkait. Was der Anwohner an der Straße Im Kamperweg sofort als nicht individuelles Problem versteht, erklärt Christoph Brombach, Unternehmenssprecher von RWE Rhein-Ruhr, später so: Am Übergang einer Freilandleitung ins Kabelnetz habe es einen Kurzschluss gegeben. Sowohl die Freilandleitung im 10 000-Volt-Mittelspannungsnetz als auch in der Folge zwei Kabelstrecken seien beschädigt worden. Das wiederum habe "zu einem Stromausfall in großen Teilen Osteraths" geführt.
Wieviele Kunden und Haushalte in Meerbuschs mit mehr als 12 000 Einwohnern zweitgrößtem Ortsteil vor allem im Bereich Bovert mit Meerbuscher Straße, Wienenweg, Kolberger Straße, Ivangsweg oder auch Wienenweg betroffen sind, kann Brombach nur schätzen: "Vielleicht die Hälfte."
Nicht nur, dass Lenkait seine Bratpfanne wieder wegräumen kann und die Uhrzeiger am Boverter Center auf kurz vor 6 Uhr fixiert bleiben: Wecker klingeln nicht, Elektro-Jalousien bleiben ebenso wie Garagentore geschlossen, Geschäftstüren und elektronische Kassen verweigern den Dienst ebenso wie die Zapfsäulen der Tankstelle.